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5 Fehler, die kleine Unternehmen bei ihrer Website machen

Diese fünf Website-Fehler kosten Sie Kunden. Konkrete Probleme und was Sie dagegen tun können.

von Samuel Schneider
Design Individuell Blog

Eine Website zu haben ist eine Sache. Eine Website zu haben, die funktioniert, eine andere. Viele kleine Unternehmen verlieren täglich potenzielle Kunden – nicht weil ihr Angebot schlecht ist, sondern weil ihre Website einfache Grundregeln missachtet.

Diese fünf Fehler tauchen immer wieder auf. Die gute Nachricht: Sie lassen sich beheben.

1. Die Website funktioniert nicht auf dem Smartphone

Mehr als 60% aller Website-Besuche erfolgen heute über Smartphones. Trotzdem gibt es noch immer Seiten, die auf kleinen Bildschirmen unbrauchbar sind: Texte zu klein zum Lesen, Buttons zu klein zum Tippen, Bilder, die über den Rand ragen.

Das Ergebnis: Besucher verlassen die Seite sofort. Google straft solche Websites in den Suchergebnissen ab. Sie verlieren Sichtbarkeit und Kunden.

Was Sie tun können: Öffnen Sie Ihre Website auf Ihrem Smartphone. Können Sie alles lesen? Funktionieren alle Buttons? Müssen Sie zoomen? Wenn ja: Ihre Website braucht eine mobile Optimierung. Responsive Design ist heute Standard – keine Option.

2. Die Seite lädt zu langsam

Drei Sekunden. Länger wartet kaum jemand. Studien zeigen: Jede zusärzliche Sekunde Ladezeit kostet Sie etwa 10% der Besucher.

Langsame Websites haben meist dieselben Ursachen: Zu große Bilder, nicht optimierter Code, schlechtes Hosting. Technische Details, die sich lösen lassen.

Was Sie tun können: Testen Sie Ihre Ladezeit mit Google PageSpeed Insights. Das Tool zeigt konkret, was Ihre Website ausbremst. Häufigste Lösung: Bilder komprimieren. Ein Foto muss nicht 5 MB groß sein, um gut auszusehen. 200 KB reichen für die meisten Zwecke.

Prüfen Sie auch Ihren Hosting-Anbieter. Ein 5-Euro-Paket kann ausreichen – oder eben nicht. Ladezeit ist messbar. Vergleichen Sie.

3. Niemand weiß, was als nächstes passieren soll

Sie haben eine Website. Besucher landen darauf. Und dann? Wenn klar ist, was der nächste Schritt sein soll, haben Sie ein Problem.

Unklare oder fehlende Handlungsaufforderungen sind ein klassischer Fehler. Besucher sollen anrufen? Dann brauchen sie eine sichtbare Telefonnummer. Sie sollen eine Anfrage schicken? Dann brauchen sie ein Kontaktformular, das auffällt. Sie sollen Ihr Leistungsangebot sehen? Dann darf der Link nicht im Fußbereich versteckt sein.

Was Sie tun können: Definieren Sie für jede Seite eine klare Handlung. Startseite: „Beratung vereinbaren". Leistungsseite: „Jetzt anfragen". Über-uns-Seite: „Kontakt aufnehmen".

Machen Sie diese Buttons sichtbar. Kontrastfarbe, zentrale Position, klare Beschriftung. Kein „Hier klicken" oder „Mehr erfahren". Sondern: „Termin vereinbaren", „Angebot anfordern", „Projekt besprechen".

4. Die Inhalte sind veraltet

Nichts signalisiert Vernachlässigung so deutlich wie veraltete Inhalte. Öffnungszeiten von 2019. Ein Blog, dessen letzter Eintrag drei Jahre zurückliegt. Angebote, die längst nicht mehr gelten.

Besucher fragen sich: Existiert diese Firma noch? Ist hier jemand erreichbar? Kann ich mich auf diese Informationen verlassen?

Eine veraltete Website schadet mehr als keine Website.

Was Sie tun können: Prüfen Sie einmal im Quartal Ihre wichtigsten Seiten. Sind Öffnungszeiten aktuell? Stimmen Kontaktdaten? Sind Leistungen noch so, wie beschrieben?

Falls Sie einen Blog haben: Schreiben Sie nur, wenn Sie etwas zu sagen haben. Aber lassen Sie keine unfertigen Bereiche stehen. Ein Blog mit drei alten Einträgen wirkt schlimmer als gar kein Blog.

Streichen Sie, was nicht mehr gilt. Eine schlanke, aktuelle Website schlägt eine umfangreiche, veraltete.

5. Die Navigation ist kompliziert

Besucher wollen schnell finden, was sie suchen. Wenn die Navigation verwirrend ist, sind sie weg.

Typische Probleme: Zu viele Menüpunkte. Unklare Bezeichnungen. Verschachtelte Untermenüs, die sich nicht öffnen lassen. Wichtige Seiten, die drei Klicks entfernt versteckt sind.

Die Regel lautet: Drei Klicks bis zur gesuchten Information. Maximal.

Was Sie tun können: Testen Sie Ihre Navigation mit jemandem, der Ihre Website nicht kennt. Kann diese Person in unter 30 Sekunden Ihre Leistungen finden? Ihre Kontaktdaten? Ihre Referenzen?

Falls nicht: Vereinfachen Sie. Die meisten Websites brauchen nicht mehr als fünf bis sieben Hauptmenü-Punkte: Startseite, Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt. Fertig.

Benennen Sie Menüpunkte klar. „Leistungen" statt „Portfolio". „Kontakt" statt „Wir freuen uns auf Sie". Keine Kreativität in der Navigation – Klarheit zählt.

Was diese Fehler gemeinsam haben

Alle fünf Probleme kosten Sie Kunden. Und alle fünf lassen sich beheben – ohne dass Sie Ihre Website komplett neu bauen müssen.

Der erste Schritt: Erkennen, dass ein Problem existiert. Der zweite: Es angehen. Viele dieser Fehler können Sie selbst korrigieren oder mit überschaubarem Aufwand korrigieren lassen.

Was jetzt zu tun ist

Gehen Sie Ihre Website durch. Öffnen Sie sie auf dem Smartphone. Messen Sie die Ladezeit. Prüfen Sie, ob Ihre Inhalte aktuell sind. Testen Sie, ob die Navigation funktioniert. Und fragen Sie sich: Weiß ein Besucher, was er als nächstes tun soll?

Wenn Sie bei zwei oder mehr dieser Punkte ins Stocken geraten: Handeln Sie. Eine funktionierende Website ist keine Hexerei. Aber sie braucht Aufmerksamkeit.

Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler sind in wenigen Stunden behoben. Und der Unterschied ist messbar – in Anfragen, Anrufen und letztlich in Kunden, die Sie sonst verloren hätten.